Die Bezeichnung Pechvogel leitet sich von der mittelalterlichen Vogeljagd ab. Damals wurden Vögel mit Leimruten gefangen, an denen die Tiere kleben blieben. Die mit Vogelleim bestrichenen Ruten wurden auch „Pechruten“ genannt. So wurde der gefangene „Pechvogel“ zum Symbol für jemanden, dem das Schicksal übel mitspielt.
Noch etwas Lustiges dazu: Der Ausdruck “vögeln” kommt wohl vom selben Vorgang. Das habe ich gelernt, als ich ein Gedicht aus dem Barock gelesen habe. Der Autor hat sich dort beklagt, dass er nur noch den Wein als Freude habe, denn das “vogeln” habe er lassen müssen, denn seine Rute finge nichts mehr.
Sicher, dass der Begriff nicht älter ist und der Autor hier nicht lediglich ein Wortspiel gemacht hat?
Habe mal nachgelesen und es scheint tatsächlich eher ein Wortspiel zu sein, da der Begriff sowohl für das Fangen von Vögeln als auch die Begattung unter Vögeln genutzt worden ist.


