Vor einer Schule wurde eine 30er Zone eingeführt. Danach wurde gemessen, wie schnell die Fahrzeuge fahren. Mehr als 98% der Fahrzeuge überschritten das Tempolimit.
Je nach Geschwindigkeit kostet Schnellfahren zwischen 20 und 50 Euro im Organstrafmandat, mehr nach einer Anzeige. Für Anrainer könnte die verstärkte Polizeipräsenz hier nicht reichen. Einige überlegen, eine Fake-Radarbox zur Abschreckung neben der Riederstraße aufzustellen.
Bin mir nicht 100% sicher, wie gut dieses Thema in diese Community passt.



150k Fahrzeuge in dreim Monaten. Das ist selbst bei gleichmäßigem Verkehr über 24h gerechnet mit 31 tagen pro Monat mehr als eins pro minute. Hier besteht ein Problem mit Kapazität das durch eine 30er zone verstärkt wird.
Verkehrsberuhigte Zonen brauchen alternativen, sonst sehen die Ergebnisse genau so aus und die Gefährdung wird durch ein mangelhaftes Verkehrskonzept nur verstärkt.
Man kann nicht nur sagen böse Autofahrer, auch wenn ich ein großer fan von ÖPNV bin. Menschen müssen von A nach B und davon eine ganze Menge. Umgehungsstraße, U-Bahn bauen oder andere alternativen. Schlimmstenfalls einen Tunnel. Was ist das für eine haltbare Städteplanung?!
Hier geht es ja eigentlich noch nicht mal darum, dass oder mit welchem Verkehrsmittel dort viel gefahren wird, sondern dass die Geschwindigkeit nicht eingehalten wird.
Das Straßenprofil mag das begünstigen (breite Straßen leiten dazu, schneller zu fahren), aber die Einhaltung liegt ja letzlich bei den Leuten hinterm Lenkrad.
Ich glaube, falls hier ein Kapazitätsproblem besteht, dann dass zu viele Kfz “durchpassen”. Wäre dort permanent stockender Verkehr, wäre die Quote der Geschwindigkeitsüberschreitungen ja nicht so enorm groß.
Das wirkt halt wie eine alte Dorfstraße, die - mangels Umgehungsstraße - Durchgangsverkehr für Regionalverkehr nach/von z.B. Salzburg durchleiten muss, wo die Akzeptanz der Geschwindkeitsbegrenzung dann (“ich fahr ja gleich eh wieder 100, warum für die paar 100m bremsen”) viel zu gering ist.
Ob das wirklich “viel” Verkehr ist, kann ich für AT nicht einschätzen. Das sind 1600-1800 Kfz je Tag, vielleich mit Faktor 1,2-1,4 mehr, wenn am Wochenende weniger passiert). In meiner Lokalzeitung wurde kürzlich als “verträgliches Maß” für eine innerstädische, reine Wohnstraße (30km/h, beliebter Schleichweg, allerdings generell nur für PKW freigegeben) mit max 400 Kfz je Stunde angegeben, gemessen wurden bis zu 230. Mir ist an meiner Wohnstraße schon deutlich weniger Verkehr oft “zu viel”.
Manche Radweg-Hauptverbindungen in Kopenhagen (Z.B. die Cycelslangen über den Hafen) schaffen zu Stosszeiten 2 Fahrzeuge pro Sekunde. Also 120 pro Minute, 7200 pro Stunde.
Den Pendelverkehr in der Stadt hauptsächlich mit PKW bestreiten zu wollen, ist einfach eine Fehlallokation von Ressourcen.
Die Straße ist vermutlich auch so ausgebaut dass das geht. Ich nehme an die 30er zone vor der Schule ist nicht dreispurig. Ich bin völlig dafür alternativen zu schaffen die die Leute auch nutzen wollen. So sieht das in diesem Fall nur nicht aus.
Man kann es sich hier Schule mal ansehen. Riederstraße.
Kann mir vorstellen der Schule nur schwer vorstellen mit 111km/h zu fahren. Auf dem Stück etwas weiter auf der Riederstraße schon.
Die Schätzugen der Anrainder ohne Messwert dürfen aufgrund der Perspektive höher ausfallen, als gemessene Werte.
Ob es in Österreich möglich ist, weiß ich nicht. In Deutschland würde ich der Kommune empfehlen sich einen Blitzer zur Probe zu mieten und die Rathauskasse über die Verstöße zu füllen. Wenn kein Lerneffekt Eintritt, dürfte sich bei dieser Anzahl der Fahrzeugen und im Artikel angegebenen Gesxhwindigkeitdbertretungen sogar eine Investition in ein eigenes Gerät amortisieren.
Sieht so aus, als ob eine stärkere Verkehrsverbindung von der B156 nach Obertrum am See fehlt.